EFFA on Tour – Instruktoren-Ausbildungstag am Neckar

Am Freitag, 5. Mai 2017 trafen sich angehende Master- und Basic Instruktoren zum Workshop. Ein Übungstag mit viel Wissenstransfer, Austausch und auffallender Gemütlichkeit.

Idyllisch schlängelt sich die Strasse durch das Neckartal. Majestätisch präsentiert sich die gigantisch hohe Neckartalbrücke, bis sich in Bieringen der Landgasthof Kaiser in den Weg sperrt. Wir sind angekommen. Drei Tage EFFA on Tour. Drei Tage ohne Alltagsstress, drei Tage am Wurfstil feilen, Wissen weitergeben oder ganz einfach das tun was ein leidenschaftlicher Fliegenfischer am liebsten tut – Fliegenfischen.

Alles schön der Reihe nach. Erstmals wurde am EFFA on Tour-Programm (5. bis 7. Mai) ein Ausbildungstag für angehende EFFA-Instruktoren eingebaut. Wohl der härteste Tag im on Tour Programm. Nach einem lustig, lockeren Abend im Kaiser startete am Freitag 9 Uhr das Ausbildungsprogramm. 21 EFFA-Mitglieder standen erwartungsvoll auf der frischgemähten Wiese. Damit jeder einzelne vom Trainingsprogramm optimal profitieren konnte wurden zwei Gruppen mit entsprechendem Programm für die hohen Anforderungen gebildet. Die eine Gruppe für angehende Master, die andere Gruppe für angehende Basis Instruktor. Geleitet wurden die zwei Gruppen von zwei erfahrenen EFFA-Masters Instruktoren: Uwe Rieder aus Österreich und Wolfgang Fabisch aus Deutschland.

Wenn man schon darf, dann sollte man auch können. So entpuppte sich vor den routinierten Augen des Masters, der vermeintlich exakte Wurf, plötzlich als eine echte Herausforderung. Schnell war klar, dass der perfekte Wurf noch viel Verbesserungspotenzial hat. Wobei es meist nur winzig kleine Wurffehler sind, die den entsprechenden Wurf negativ beeinflussen. Diese Fehler wurden professionell vom Master als auch von den Teilnehmern unter die Lupe genommen und hart vor Ort dagegen gearbeitet. Werfen, werfen und nochmals werfen. Einmal mehr wurde allen klar, dass der perfekte Wurf mit harter Arbeit verbunden ist. Arbeit die von jedem Werfer enorm viel Zeit, Übung und die nötige Geduld verlangt.

Das Prüfungsprogramm für eine Master- oder Basic- Instruktoren Prüfung ist komplex. Die Anforderungen sind hoch und die Bewertungen sind kompromisslos streng. Die Schnur mit 20 Meter Länge sauber in der Luft halten, einen Distanzwurfe von 28 oder 30 Meter Länge, mit gestrecktem Vorfach ablegen oder die Fliege Backhand 21 Meter sauber ins Ziel bringen, sind nur wenige Disziplinen die ein Instruktor in jeder Situation blind beherrschen muss. So übten die zwei Gruppen engagiert bis in den späten Abend mit der Gewissheit, für den EFFA on Tour Wurfkurs am Folgetag gewappnet zu sein.

Das Übungs-Programm für den EFFA on Tour-Wurfkurs wurde vom Board überarbeitet und erstmals am Samstag mit über 45 Teilnehmern praktiziert. Ob fortgeschritten oder Anfänger jeder Teilnehmer, unabhängig vom Level, soll individuell betreut werden und praxisnahe Tricks und Tipps erhalten. Didaktisch anspruchsvoll und  fokussierend auf den Ahah-Effekt. Eben, learning by doing. Dabei geht es nicht darum der Beste zu sein, sondern das Einmaleins des Fliegenwerfens nach EFFA-Richtlinien zu erlernen, zu beherrschen und weiterzugeben.

Und klar ist das Thema Fliegenfischen und Werfen omnipräsent. Nach einem lehrreichen und zugleich harten Übungstag, ging es entspannt am Abend im Landgasthof Kaiser weiter. Bei einer hervorragenden regionalen Küche, süffigem Wein und grossen Bieren, wurde bis in die tiefe Nacht gefachsimpelt, diskutiert und auf Vollbrachtes angestossen. Dass es dabei bis in die frühen Morgenstunden ging, hat so mancher erst am nächsten Tag realisiert. However. Wer vom Virus des Fliegenfischens infiziert ist, lebt diesen Sport in seinem ganzen Spektrum aus. Was wäre die EFFA ohne begeisterte Mitglieder. Was wäre die EFFA on Tour ohne Dich. An dieser Stelle ein grosses Dankeschön. Danke für Dein Engagement. Schön, haben wir Dich an Board.

 Euer EFFA-Board

;