Die EFFA (European Fly Fishing Association) stellt vor:

Menschen, die das Fliegenfischen verinnerlichen und die EFFA-Philosophie nach außen tragen. Heute stellen wir EFFA-Webmaster, Kari Brunner vor. Ein umtriebiger und engagierter Fliegenfischer, der sehr viel Wert auf die Ausbildung und Förderung der Jugend legt. 

Brunner Kari ist Jahrgang 1951 und geniesst seit einigen Jahre seinen wohlverdienten Ruhestand, den er selbst als „Unruhestand“ betitelt. Der Innerschweizer Kari wohnt in Altdorf, im schönen Urnerland, ist verheiratet, Vater von einer Tochter und einem Sohn und glücklicher Grossvater zweier Enkelkinder. Seit 2014 ist er Mitglied der EFFA und fast genau solange verantwortlich für die EFFA-Website. Im Urner Fischereiverein (UFV) ist Kari als SaNa-Instruktor für die Ausbildung und Jugendförderung engagiert und war bis 2016 während 16 Jahren als Aktuar, Presseverantwortlicher, Webmaster und Kursleiter im Vorstand des UFV aktiv. Wir haben Kari ein paar Fragen gestellt:

Seit wann fischst Du mit der Fliege und wie hast Du begonnen?
Kari Brunner: Ich fische seit über 40 Jahren mit der Fliege. Angefangen habe ich damals mit einer Fiberglasrute, die ja heute wieder in Mode gekommen  ist. Meine erste Kohlefaserrute war eine „Daiwa“. Heute ist diese Rute Deko und hat einen Ehrenplatz in meinem Rutengestell.

Wo fischst Du am liebsten und wo sind Deine Lieblingsreviere?
Kari Brunner: Am liebsten fische ich vor meiner Haustür, im Urnerland. Hier habe ich so viele Möglichkeiten, vom Voralpensee, dem Urnersee, den wunderschönen Bergseen auf bis über 2‘500m ü.M., den Bächen und ausgeprägten Bergbächen. Alles in allem mehrere 100 km Fliessgewässer und rund 25 Bergseen. Ein richtiges Fischerparadies, welches das Fischer-Herz höherschlagen lässt. Regelmässig bin ich auch im Norden z. B. in Irland, Dänemark, Schweden und Norwegen unterwegs. Und dank der guten Kontakte in der EFFA, neuerdings auch zum Lachsfischen in Kanada.

Was fasziniert Dich am Fliegenfischen?
Kari Bunner: Es ist die ständige Herausforderung am Wasser. Die Pirsch, das gezielte Anwerfen eines steigenden Fisches mit der Trockenfliege und die Technik beim Nymphen- und Streamerfischen. Das Werfen an verwachsenen Kleinbächen oder das Pocketfischen im Bergbach. Fliegenfischen ist Hingabe, Begeisterung und Spannung zugleich.

Wie bist Du zur EFFA gekommen?
Kari Brunner: Anlässlich eines Warm-Ups in der Region hat mich ein EFFA-Instruktor gefragt, ob ich nicht Lust hätte, bei der EFFA als Webmaster mitzuhelfen. Meine Antwort kam postwendend - Wenn ich helfen kann, dann doch sehr gerne.

Welches Potenzial hat die EFFA aus Deiner Sicht?
Kari Brunner: Die EFFA hat ein hochstehendes Ausbildungsprogramm. Die Prüfungen sind sehr anspruchsvoll. Ein Markenzeichen und Privileg zugleich. Die angebotenen Kurse / WarmUps haben eine hohe Akzeptanz. Die Möglichkeit mit Gleichgesinnten in Kontakt zu treten und ein dienliches Netzwerk aufzubauen und zu pflegen sind einmalig.

Wie kann sich die EFFA weiterentwickeln?
Kari Brunner: Nur nicht stehenbleiben! Das ist ein alter Hut. Es gäbe sicher noch einiges zu tun für die Weiterentwicklung der EFFA, aber das ist eben auch immer abhängig von den Ressourcen und Möglichkeiten die vorhanden sind. Ein Schritt in die richtige Richtung wäre, wenn sich noch viel mehr Mitglieder an den Events beteiligen und so die Organisation „EFFA“ in der Öffentlichkeit bekannt(er) machen.

Wie siehst Du die aktuelle ökologische Situation europäischer Gewässer und deren Fischbestände?
Kari Brunner: Dieses Thema ist ein Dauerbrenner. Es ist noch viel Luft nach oben und es gibt noch viel zu tun. Vieles liegt im Argen, weil meist die wirtschaftlichen Gründe im Vordergrund stehen und die ökologischen Gründe daher weniger Gewicht bekommen. Unsere Politik ist hier nicht unschuldig.

Was liegt Dir in Bezug auf das Fliegenfischen besonders am Herzen?
Kari Brunner: Wir sind alle nur zu Gast auf dieser Erde. Wir müssen uns daher auch als Gäste und nicht als „Benutzer“ in der Natur bewegen. Also tragen wir Sorge zu Flora und Fauna und gehen gewissenhaft mit allem um.

Auf was legst Du am Wasser besonders Wert?
Kari Brunner: Das Erlebnis, sich in der freien Natur zu bewegen, von der Natur lernen und beobachten. Teilhaben an all dem, was uns die Natur bietet. Und wenn ich dann noch ein feines Znüni oder Picknick mit Gleichgesinnten am Wasser geniessen kann, ist das doch etwas Wunderschönes.

Kontakt: brunner.kari@bluewin.ch / 041 870 72 29

Interview: Stefan Schramm 

 

IHast Du Interesse am Fliegenfischen / der EFFA? Einfach melden: info@effa.info

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