FAQ`s

Viele, an uns heran getragene Fragen versuchen wir dem Interessierten bereits auf dieser Seite zu beantworten. 

Häufig gestellte Fragen (FAQ's)

Allgemeines:

Was ist die EFFA?
Die EFFA (European Fly Fishing Association) ist eine Organisation von Fliegenfischern in Europa, die sich der Ausbildung und Verbreitung der Fliegenfischerei und Förderung aller ihrer Teilgebiete bis hin zum Gewässerschutz verschrieben hat. Die EFFA ist eine gemeinnützige Körperschaft(Verein) und hat derzeit Mitglieder in 14 europäischen Staaten.
Warum wurde die FFF-Europe aufgelöst und die EFFA gegründet?

Die FFF wollte im Frühjahr 2006 der einst unabhängigen europäischen Partnerorganisation FFF-Europe die amerikanische Fliegenfischer-Instruktorenprüfung, die nicht auf den hohen europäischen Ausbildungsstand abgestimmt ist, aufzwingen und alle Gelder aus diesen Prüfungen sowie die daraus resultierenden Mitgliedsbeiträge direkt in die USA umleiten. Würde die FFF-Europe dem nicht nachkommen, so würde die Nutzung der Namensrechte (FFF) entzogen werden. Da die Mitglieder der ehemaligen FFF-Europe jedoch der Meinung waren, dass europäisches Geld in Europa bleiben sollte und Europa im Bereich der Prüfungen von Fliegenfischerinstruktoren sicher keine Supervision und Abhängigkeit von der amerikanischen FFF her braucht, haben sie sich für eine neue, unabhängige, rein europäische Organisation entschieden - die EFFA . Europa hat eine lange Tradition im Fliegenfischen und will und soll auch in Zukunft unabhängig von anderen Organisationen bleiben.

Besteht noch eine Bindung an die FFF in den USA?
Nein, denn die EFFA ist eine rein europäische Fliegenfischerorganisation, die völlig unabhängig ist. Natürlich ist die EFFA bestrebt mit allen anderen Organisationen Informationen auszutauschen und diese auch zu unterstützen, wenn es beispielsweise um umweltpolitische Dinge oder den Gewässerschutz geht.
Wie wird man Mitglied bei der EFFA ?
Bitte lesen Sie weiter unter EFFA -Mitgliedschaft.
Warum kann ich als Deutscher Staatsbürger nicht direktes Mitglied bei der EFFA werden?

Das Exekutivdepartment der EFFA hat im Frühjahr 2008 beschlossen, dass, sofern EFFA Landesvertretungen bestehen, Mitgliedschaften über diese laufen müssen. Dies dient der Stärkung dieser Organisationen und der größeren Nähe zu den Fliegenfischern des jeweiligen Landes sein. Eine starke Landesorganisation kann dem einzelnen Mitglied besser dienen und umgekehrt. Die EFFA soll so volksnah wie möglich sein und sich mit den Anliegen der lokalen Fliegenfischer besser auseinandersetzen können.

Ich bin ein versierter Fliegenfischer jedoch nur ein mäßiger Werfer. Kann ich mich auch in der EFFA einbringen? Wenn ja, wie gehe ich am besten vor?

Seit dem Jahre 2006 ist die EFFA für alle Fliegenfischer zugänglich. Lesen Sie bitte zuerst die Statuten, und wenn Sie sich damit einverstanden erklären können, downloaden Sie ein Beitrittsformular. Nach dem Beitritt zur EFFA wenden Sie sich bitte direkt an den Chairman des Flytying Departments. Er wird Sie wissen lassen, wie Sie sich einbringen und aktiv mitarbeiten können, sofern dies von Ihnen gewünscht wird. Sie können natürlich auch schon vorab mit dem Verantwortlichen des Departements Kontakt aufnehmen.

Wir sind eine Gruppe von begeisterten Fliegenfischern und haben nun einen kleinen Verein gegründet. Wir würden gerne ein EFFA Partnerverein sein. Geht das?

Grundsätzlich ist es möglich, dass auch Vereine und Organisationen der EFFA als Partner beitreten können. Besteht Interesse, so senden Sie uns bitte Ihre Vereinsstatuten(Satzung) zur Überprüfung zu. Sofern sich die Ziele Ihres Vereins mit denen der EFFA decken und sich keine Widersprüche ausmachen lassen, steht einer Partnermitgliedschaft grundsätzlich nichts im Wege. Die EFFA behält sich jedoch das Recht vor, eine solche Partnerschaft auch ohne Angabe von Gründen abzulehnen. Der Jahresbeitrag für einen EFFA Partnerverein beträgt EUR 100.- plus Eur 1.- pro Mitglied.

Unterstützt die EFFA auch Gewässerschutzprojekte oder macht sie nur auf bestehende Probleme aufmerksam?

Ein Ziel der EFFA ist es, bestehende Probleme mit unseren Gewässern aufzugreifen und unseren Möglichkeiten entsprechend initiativ zu werden. Zusätzlich dazu hat sich die EFFA in den Statuten verpflichtet, zumindest 10% der Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen für Gewässerschutzprojekte zu verwenden. Falls sie ein solches Projekt umzusetzen gedenken, reichen sie es bei uns ein. Das EFFA Conservation Department wird sich damit befassen und gegebenenfalls das Projekt auch finanziell unterstützen.

Fragen zur Instruktoren-Prüfung

Die EFFA bietet auch eine internationale Prüfung für Fliegenfischerinstruktoren an. Was wollen Sie mit der Prüfung erreichen?
Die Idee zu dieser Prüfung kam von Fliegenfischern, die ob der großen Zahl von Kursangeboten und teilweise sehr hohen Kursgebühren nach Anhaltspunkten zur Wahl von Instruktoren fragten. Ob Tennis-, Surf-, Segel- oder Skilehrer, alle hätten eine Prüfung vorzuweisen, doch im Bereich der Fliegenfischerei gäbe es eine solche nicht. So wurde dieses Programm durch Zusammenarbeit von zahlreichen europäischen Kapazitäten auf dem Ausbildungssektor der Fliegenfischerei ins Leben gerufen, um den nach Fortbildungsmöglichkeiten suchenden Fliegenfischern eine weitere Orientierungsmöglichkeit anzubieten.
Wo finde ich Ihre Instruktorenliste?
Bei renommierten Fliegenfischermagazinen und auf dieser Webseite unter: Adressen 
Muss ich EFFA Mitglied sein, um an einer Prüfung teilnehmen zu können?
Nein, dies ist im Vorfeld nicht notwendig, doch im Falle des Bestehens der Prüfung ist ein Beitritt der neuen Instruktoren zur EFFA notwendig, um die Labels und Trademarks der Organisation auch nützen zu dürfen.
Wie sieht eine solche Prüfung genau aus?
Die Prüfung besteht aus einem praktischen Teil und einem mündlichen, theoretischen Teil. Der praktische Teil besteht wiederum aus zwei Teilen, den Wurflimits und einem didaktisch-methodischen Teil. Der Theorieteil besteht aus der Wurfmechanik, der Wurfmethodik und einem Material- bzw. Gerätekundeteil. Beide Bereiche (sowohl Praxis wie auch Didaktik/Theorie) müssen positiv abgeschlossen werden.
Wie viele Prüfer müssen vor Ort sein, damit eine Prüfung stattfinden kann?
Für die Instruktorenprüfung benötigen wir mindestens zwei Prüfer aus zwei verschiedenen Ländern. Für die Masterprüfung sind mindestens drei Prüfer aus mindestens zwei verschiedenen Ländern notwendig. Damit wird sichergestellt, dass alles korrekt abläuft.
Besteht nur an Fliegenfischer-Messen oder Großevents die Möglichkeit die Prüfung abzulegen?
Nein, es gibt auch Prüfungstermine, die fernab von Fliegenfischermessen stattfinden, wie zum Beispiel an unserem jährlichen Instruktorentreffen. Es besteht auch die Möglichkeit, dass Prüfungen an beliebigen Orten jedoch auf neutralem Terrain (keine privaten Hausmessen oder firmeninterne Events) organisiert werden, solange die notwendige Anzahl von Prüfern vor Ort gewährleistet werden kann und die Prüfung für Außenstehende zugänglich ist.
Warum werden dann trotzdem viele Prüfungen vor Publikum abgehalten?
Die EFFA nützt alle infrastrukturellen Möglichkeiten, die sich für sie zur Austragung von Prüfungen anbieten, um eine möglichst große Zahl an Prüfungsterminen anbieten zu können. Für eine Prüfung müssen die Prüfer anreisen. Findet eine solche Prüfung also an einem Event statt, wo sowieso einige Prüfer vor Ort sind, so fallen die Anreisekosten weg, die ansonsten auf die Kandidaten abgewälzt werden müssten. Es steht jedem frei, wo er zur Prüfung antreten möchte. Als Instruktor muss er später ohnehin auch vor Publikum agieren können.
Werden an der Instruktorenprüfung nicht hauptsächlich nur Wurffähigkeiten abgeprüft?
Nein! Die Wurflimits sind nur dazu da, um zu erkennen, ob der zukünftige Instruktor die einzelnen Elemente des Werfens auch selbst beherrscht. Rein organisatorisch findet dies zu Beginn der Prüfung statt, denn nur wer hier weiterkommt, darf auch den theoretischen Teil absolvieren. Optisch mag dadurch der Anschein erweckt werden, dass die Wurflimits höher gewichtet werden. Tatsächlich ist es jedoch so, dass von der gesamten Prüfungszeit im Durchschnitt nur ca. 10% der Prüfungszeit für diesen Bereich verwendet werden, während die übrigen 90% für die theoretische Prüfung und vor allem für den didaktischen Teil benötigt werden.
Was passiert, wenn ich einen Wurf nicht korrekt ausführen kann?
Ist im praktischen Teil nur maximal ein Fehler pro Bereich aufgetreten, so kann nach Abschluss der praktischen Prüfung nochmals versucht werden, dieses Manko auszubügeln, indem der Wurf/beide Würfe diesmal korrekt vorgeführt werden. Gelingt dies, so kann der Kandidat zur mündlichen Theorieprüfung antreten. Gelingt dies nicht, so ist ein Antreten zur Theorieprüfung nicht möglich und der Prüfling muss zu einem anderen Termin nochmals antreten. Hat der Kandidat mehr als einen Fehler in einem der Bereiche, so ist die Prüfung in diesem Moment beendet.
Wie oft kann ich zur Prüfung antreten?
Während eines Kalenderjahres ist eine Wiederholung der Prüfung nur für Basic Instruktor Kandidaten möglich. Für das Antreten zur Master Prüfung ist die EFFA Instruktor Prüfung oder eine APGAI Prüfung Voraussetzung und es muss zumindest ein volles Jahr(365 Tage) zwischen den beiden Prüfungen liegen.
Muss ich einen bestimmten Wurfstil werfen, um die Prüfung bestehen zu können?
Nein, das Bestehen ist nicht an einen bestimmten Stil gebunden. Der Wurfstil muss nur biomechanisch korrekt sein und einen schnellen und leichten Lernerfolg ermöglichen. Die Prüfer sind so geschult, dass sie auch über die anderen Wurfstile Bescheid wissen und dieses Wissen abprüfen können. Nirgendwo sonst auf der Welt existieren so viele und so ausgereifte Wurftechniken wie in Europa. Eine Kenntnis der unterschiedlichen Stile ist für unsere Prüfer unumgänglich.
Wo erfahre ich die nächsten Prüfungstermine?
Werfen Sie einen Blick auf unseren Veranstaltungskalender auf der Homepage. Fliegenfischerzeitschriften informieren gelegentlich ebenfalls über angekündigte Prüfungen.
Wie kann ich mich zur Prüfung anmelden?
Anmeldeformalitäten und Infos - Link
Wie bereite ich mich auf die Prüfung vor?
Schau Dir die geforderten werferischen Limits und die beschriebenen didaktischen, methodischen und fischereitechnischen Anforderungen und den exemplarischen Fragenkatalog  auf unserer Webseite genau an.  Es ist sehr wichtig, dass du dich gewissenhaft und umfassend vorbereitest.  
Gibt es Vorbereitungskurse zu diesen Prüfungen?
Verschiedene Mitglieder des Flycasting Departments bieten spezifische Vorbereitungskurse an. Es können natürlich auch andere EFFA Instruktoren kontaktiert werden. Mit Glück lässt sich auch bei diesen ein Vorbereitungswochenende organisieren.
Was ist der Unterschied zwischen einem Instruktor und einem Master Instruktor?
Ein EFFA Instruktor ist in der Lage, angehende Fliegenfischer in das Metier einzuführen, beherrscht die dafür notwendigen Würfe und ist didaktisch geschult, um einen guten Lernerfolg zu gewährleisten. Master Instruktoren sind Instruktoren, die einen sehr hohen Level an werferischen besonders aber an didaktischen Fähigkeiten aufweisen. Sie sind dadurch auch befähigt, Instruktoren auszubilden bzw. Kandidaten auf die Prüfung vorzubereiten. Der Master Instruktor ist derzeit der höchste Grad, den die EFFA verleihen kann.
Wie wird man Prüfer?
Erste Voraussetzung ist der Meistergrad. Master Instruktoren können nach einiger Zeit vom Flycasting Department der EFFA als Zusatzprüfer zugelassen werden und nach genügend Praxiseinsätzen später auch vollwertige Prüfer werden. Im EFFA Flycasting Department sind Europas Topinstruktoren vertreten. Sie alle sind Prüfer sowohl für Basic als auch für Master Prüfungen.
Was bedeutet Master h. c.?
Das Flycasting Department der EFFA hat die Möglichkeiten, Wurflehrer die über 60 Jahre alt sind, für die Fliegenfischerei Außerordentliches geleistet haben, einen internationalen Bekanntheitsgrad aufweisen und zudem nach außen gegen jeden Zweifel erhaben sind, zu EFFA Mastern h. c. zu ernennen. Dafür braucht es einen klaren Entscheid des Flycasting Departments.
Kann ich direkt zur Masterprüfung antreten ?
Nein, die Basic Prüfung ist Voraussetzung, es sei denn, sie sind bereits APGAI oder FFF Basic Instruktor.
Wie kann ein Club oder ein Land ein Affiliation Agreement mit der EFFA eingehen?
Eine Organisation oder ein Club stellt über die offizielle EFFA Adresse einen Antrag auf Affiliation Mitgliedschaft. Wenn sich die Ziele der Organisationen nicht widersprechen und das Executive Department der EFFA keine Gründe für eine Ablehnung eines Affiliation Agreements erkennen kann, steht einer Affiliation Mitgliedschaft nichts im Wege.
Werden andere Prüfungen von der EFFA anerkannt ?
Es gibt Instruktoren, die z.B. mit dem Titel FFF Instruktor werben. Diese haben die Prüfung nach amerikanischen Regeln abgelegt, welche nicht dem hohen europäischen Ausbildungslevel(ehemals FFF-Europe) angepasst sind. Wir anerkennen diese Prüfung deshalb nicht für Europa, sehen sie jedoch für die USA als durchaus zweckmäßig an. Unsere Instruktoren und auch die ehemaligen FFF-Europe Instruktoren haben eine Prüfung abgelegt, die international als die anspruchvollste Prüfung auf diesem Gebiet betrachtet wird. Dies betrifft nicht nur die werferischen, sondern besonders auch die didaktischen Fähigkeiten unserer Instruktoren, wenngleich im didaktisch-methodischen Bereich durchaus Ähnlichkeiten zwischen den verschiedenen Programmen bestehen.
Was können APGAI oder FFF-Instruktoren tun, damit ihre Prüfung von der EFFA anerkannt wird ?
APGAI und FFF Instruktoren müssen für den Erwerb des EFFA Prüfungszertifikates nur den wurftechnischen Bereich nachholen. Den didaktisch-methodischen Bereich erkennt die EFFA an. APGAI und FFF Instruktoren ist es auch gestattet, direkt zur EFFA Masterprüfung anzutreten.